FUE, DHI oder Saphir-FUE: Welche Methode passt zu dir?
Kliniken werben mit vielen Namen, dahinter stecken wenige Grundtechniken. Hier erfährst du, wie FUE, DHI, Saphir-FUE und die ältere FUT-Methode funktionieren, worin sie sich wirklich unterscheiden und worauf es am Ende mehr ankommt als auf den Namen.

Das Wichtigste in Kürze
- Jede Haartransplantation hat drei Schritte: Grafts entnehmen, Kanäle öffnen, Grafts einsetzen. Die Methoden unterscheiden sich vor allem darin, wie diese Schritte gemacht werden.
- FUE, Saphir-FUE und DHI entnehmen die Grafts gleich, einzeln mit einer feinen Hohlnadel. Sie unterscheiden sich beim Öffnen der Kanäle und beim Einsetzen.
- Für das Ergebnis zählen Erfahrung und Sorgfalt des Teams meist mehr als der Name der Methode. Frag, wer welchen Schritt macht.
Drei Schritte, die jede Methode hat
Egal wie eine Methode heißt, bei jeder Haartransplantation passieren im Kern drei Dinge:
- Entnahme: Die Grafts werden aus dem Spenderbereich am Hinterkopf und an den Seiten gewonnen.
- Kanäle öffnen: In der kahlen oder lichten Fläche werden winzige Öffnungen angelegt. Richtung, Winkel und Abstand bestimmen, wie natürlich das Ergebnis aussieht.
- Einsetzen: Die Grafts kommen in diese Öffnungen.
Die Methodennamen beschreiben, wie diese Schritte gemacht werden. Deshalb lohnt es sich, bei jedem Angebot zu fragen, welcher Schritt wie und von wem erledigt wird.
FUE: einzelne Entnahme
FUE steht für Follicular Unit Extraction. Die Grafts werden einzeln mit einer feinen Hohlnadel aus dem Spenderbereich gelöst, meist mit einem Durchmesser von unter einem Millimeter. Dafür wird der Spenderbereich in der Regel kurz rasiert.
Anschließend öffnet der Arzt die Kanäle in der Empfängerfläche, klassisch mit feinen Stahlklingen oder Nadeln, und das Team setzt die Grafts mit einer Pinzette ein.
Am Hinterkopf bleiben viele winzige, punktförmige Narben. Bei normaler Haarlänge sind sie meist nicht zu sehen, bei sehr kurz rasiertem Haar manchmal schon. FUE ist heute die am weitesten verbreitete Methode.
Welche Methode zu dir passt, schreibt dir jede Klinik in ihr Angebot.
Welcher Bereich stört dich am meisten?
Ein Tipp genügt, dann geht es mit deinen Fotos weiter.
Dein Name bleibt bei dir, bis du eine Klinik wählst.
Ohne Auswahl startenSaphir-FUE: andere Klingen für die Kanäle
Saphir-FUE ist keine eigene Entnahmetechnik, sondern eine FUE, bei der die Kanäle mit Klingen aus Saphir statt aus Stahl geöffnet werden. Die Klingen sind sehr glatt und lassen sich fein schleifen.
Kliniken verbinden damit kleinere Kanäle und eine schnellere Heilung. Wie groß der Unterschied zu guten Stahlklingen tatsächlich ist, ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Entscheidend bleibt, wie sorgfältig die Kanäle angelegt werden.
DHI: einsetzen mit dem Implanter
DHI steht für Direct Hair Implantation. Die Entnahme läuft wie bei der FUE. Der Unterschied liegt beim Einsetzen: Die Grafts werden in einen stiftförmigen Implanter geladen, oft Choi-Pen genannt, und damit direkt in die Haut gesetzt. Öffnen und Einsetzen geschehen so in einem Schritt.
Das erlaubt eine genaue Kontrolle von Winkel und Tiefe, etwa am Haaransatz, und manchmal eine Behandlung, ohne die Empfängerfläche zu rasieren. Dafür dauert DHI meist länger, braucht ein eingespieltes Team, und pro Sitzung lassen sich oft weniger Grafts setzen als bei einer FUE. DHI ist deshalb häufig etwas teurer.
FUT: die Streifenmethode
Bei der FUT, Follicular Unit Transplantation, wird am Hinterkopf ein schmaler Hautstreifen entnommen und die Wunde vernäht. Unter dem Mikroskop wird der Streifen anschließend in einzelne Grafts zerlegt.
Der Vorteil: Der Spenderbereich muss nicht rasiert werden, und in einer Sitzung lassen sich viele Grafts gewinnen. Der Nachteil: Es bleibt eine lineare Narbe am Hinterkopf, die bei sehr kurzem Haar sichtbar sein kann. Heute wird FUT seltener angeboten als FUE.
Die Methoden im Vergleich
Eine grobe Orientierung. Im Einzelfall kann es anders aussehen, je nach Klinik und Ausgangslage.
| FUE | Saphir-FUE | DHI | FUT | |
|---|---|---|---|---|
| Entnahme | einzeln mit Hohlnadel | einzeln mit Hohlnadel | einzeln mit Hohlnadel | Hautstreifen |
| Kanäle | Stahlklinge oder Nadel | Saphirklinge | mit dem Implanter, beim Einsetzen | Stahlklinge oder Nadel |
| Einsetzen | mit Pinzette | mit Pinzette | mit dem Implanter | mit Pinzette |
| Spenderbereich rasieren | meist ja | meist ja | meist ja | nein |
| Narben am Hinterkopf | viele kleine Punkte | viele kleine Punkte | viele kleine Punkte | eine feine Linie |
| Preis | Basis | oft etwas höher | oft höher | unterschiedlich |
Welche Methode passt zu dir?
Die eine beste Methode gibt es nicht. Diese Punkte helfen bei der Einordnung, die Entscheidung triffst du mit der Klinik:
- Große Fläche, viele Grafts: Hier wird häufig FUE oder Saphir-FUE eingesetzt, weil sich in einer Sitzung viele Grafts setzen lassen.
- Feiner Haaransatz oder Verdichtung zwischen vorhandenem Haar: Hier spielt DHI seine Stärke aus, weil sich jedes Graft genau platzieren lässt.
- Du willst die Empfängerfläche nicht rasieren: Frag nach DHI oder einer unrasierten FUE. Nicht jede Klinik bietet das an, und es kostet oft mehr.
- Du trägst das Haar am Hinterkopf sehr kurz: Dann ist eine FUE meist die bessere Wahl als eine FUT mit linearer Narbe.
Wichtiger als der Name ist, wer operiert. Eine sorgfältig gemachte FUE kann besser aussehen als eine schlecht gemachte DHI, und umgekehrt.
Diese Fragen solltest du der Klinik stellen
- Welche Methode empfehlen Sie für mich, und warum?
- Wer entnimmt die Grafts, wer öffnet die Kanäle, wer setzt ein?
- Wie viele Grafts planen Sie, und wie viele kann mein Spenderbereich hergeben?
- Muss ich den Spenderbereich oder die Empfängerfläche rasieren?
- Wie viele Patienten behandelt Ihr Team an einem Tag?
- Was kostet die Methode, und was ist im Preis enthalten?
Bei Trichio steht die Methode in jedem Angebot, zusammen damit, wer operiert. So kannst du die Antworten der Kliniken direkt vergleichen.






